1949 feiert der Bürgerschützenverein Grevenbroich von 1849 e.V. sein 100-jähriges Jubiläum. Majestät ist Max Franzen, den die Nazis Mittte der 1930er Jahren geschaßt hatten. Doch es ist auch das Jahr der Gründung der Bundeserepublik, des neuen Grundgesetztes.
Grevenbroichs Innenstadt liegt größtenteils noch in Trümern. Doch in einem sind sich die Bundesbürger, die Grevenbroicher und die Schützen einig – sie wollen wiederaufbauen, ein neues Leben starten. Das Wirtschaftswunder macht es möglich.
Und die Erfolgsgeschichte dauert seit nunmehr fast 80 Jahren an!
Erleben Sie Schützen- und Stadtgeschichte in bewegten Bildern und unserer jüngsten Schützengeschichte seit den 1950er Jahren bis in die jüngste Zeit.
Freuen Sie sich auf spannende Talkrunden mit der Enkelin des Schützenpräsidenten Lorenz Rütten senior und Nichte von Lorenz Rütten jun., Frau Prof. Dr. Cepl-Kaufmann.
Freuen Sie sich auf Heiner Schnorrenberg, der das Marschieren 1973 bei den damals von “Onkel” Toni Grippekoven neu gegründeten Edelknaben gelernt hat und bis heute Jung-Schütze ist.
Oder erleben Sie Ehrenoberst Joachim Schwedhelm, der das Schützenfest mit seinem Schwiegersohn als König den Fest-Reigen gleich doppelt miterlebte – Schützenfest in klassichen Akten von Overtüre über dem Höhepunkt des Festumzuges bis hin zum Fallen des Vorhangs…
Wir freuen uns auf Sie! Seien Sie dabei, wenn wir in eine Zeitreise eintauchen und ein Stück jüngerer Stadt- und Schüzengeschichte erleben!
Anmeldung über den Veranstaltungslink Zeitreise „Bürger, Schützen und unsere Stadt“ in der Villa Erckens – Museum der Niederrheinischen Seele per mail oder Telefon erbeten! Link Veranstaltungsseite…
20. September: Von Hexen, Henkern und Richtstätten im Stadtgebiet
Geschäftsführer Geschichtsverein/Leiter VHS Grevenbroich Thomas Wolff M.A.
Treffpunkt Museum Villa Erckens
Wegekreuze, Fußfälle und Andachtsbilder im Stadtgebiet
Stv. Vorsitzende Geschichtsverein/Stadtarchiv GV Cornelia Schulte
Treffpunkt Museum Villa Erckens
Fachbereichsleiter Bildung und Kultur Stadt Grevenbroich Stefan Pelzer-Florack, KunstGeschichten im Stadtgebiet von Anatol bis Zuccalmaglio
Treffpunkt Museum Villa Erckens
Geschichte vor Ort: Vortrag Pfarrer Dr. Meik Schirpenbach
St. Martinus ist ein über Jahrhunderte gewachsenes Kirchengebäude, das Bauelemente aus Romanik, Spätgotik/Renaissance und Neogotik auf harmonische Weise vereint. Exemplarisch wie nur an wenigen anderen Orten im Kreisgebiet lassen sich die Entwicklungslinien des ländlichen Kirchenbaus unserer Region nachzeichnen. Die reiche Ausstattung vervollständigt die Aussagekraft eines heiligen Ortes, der seinen Ursprung in der Christianisierung unseres Raumes in fränkischer Zeit hat.
Für die Vortragsveranstaltung ist eine vorherige Anmeldung
– per Email an kreisarchiv(at)rhein-kreis-neuss.de oder
– telefonisch unter 02133-530210 notwendig.
Veranstaltungsort: Kirche St. Martinus in Nettesheim (Martinusstraße 7, 41569 Rommerskirchen).
Bitte beachten Sie: Während des Vortrags gilt Maskenpflicht!
Geschichte vor Ort: Die Veranstaltung des Archivs im Rhein-Kreis Neuss wird in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein für Grevenbroich und Umgebung e. V. sowie der Interessengemeinschaft „Heimat + Historie“ NE-BU 962 angeboten.
Warum starben sechs Jahre nach Kriegsende die beiden Brüder Peter Josef (12) und Anton (9) sowie ihr Freund Hans (11) aus Gindorf noch als Kriegstote?!?
Der Begriff „Kriegstoter“ umfasst alle Personen, die direkt oder indirekt durch die Kriegseinwirkungen gestorben sind. Darunter fallen auch unzählige Kinder, die in der Nachkriegszeit mit Blindgängern und Munition “spielten“ und dabei ihr Leben verloren. Auch an ihr Schicksal sollen die Kriegsgräberstätten erinnern.
So geschehen am zweiten Weihnachtstag 1951 in Gustorf/Gindorf, wo vier Jungs auf dem Gelände des ehemaligen Luftwaffen Munitionsdepots in den Trümmern der gesprengten Munitionshallen spielten. Dabei zogen sie an einem heraushängenden Draht und lösten so eine gewaltige Explosion aus. Den Urkunden zu folge, starben die beiden Brüder Peter Josef (12 Jahre) und Johann Anton (9 Jahre) sowie Hans Fritz Hermann (11 Jahre) um 15:45 Uhr am 26. Dezember 1951 durch die „vollständige Zerreißung durch Explosion eines Sprengkörpers“, wie es in den Unterlagen heißt. Der vierte Junge wurde zwar verletzt, aber er überlebte die Detonation.
Die Mutter der getöteten Brüder hatten bereits 1942 Ihren Ehemann verloren. Mit dem Unglück am zweiten Weihnachtstag 1951 nahm ihr der Krieg, der schon 6 Jahre lang beendet war auch noch die Kinder.
Die beiden Fotos zeigen die gesprengten Munitionshallen im Gustorfer Bend. NGZ-Artikel vom 27.12.1951 gefunden im Stadtarchiv Neuss. (Stefan Rosellen/Verein Luftschutzanlagen Grevenbroich e.V.)