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Dr. Elfriede Cohnen – eine Tochter der Stadt Grevenbroich

September 16 @ 19:00 - 20:30

Dr. Elfriede Cohnen (15. Juni 1901), eines von sechs Kindern des Grevenbroicher Industriellen Bernhard Cohnen, war eine Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Frauen in der Weimarer Republik! Ihr Handicap durch eine Bein-Amputation infolge eines Unfalls im ersten Weltkrieg hielt sie dabei nicht auf. 1925/26 promoviert, war sie eine der ersten Juristinnen Deutschlands. Dr. Cohnen übernahm auch  Mandate der “Roten Hilfe” für Kommunisten und erhielt so wegen ihres vorgeblich jüdischen Namens und angeblicher Betätigung “im kommunistischen Sinne” im Rahmen des antisemitischen NS-Boykotts zum 1. April 1933 ein Berufsverbot. So absolvierte sie von 1936-1941 ein zweites Studium zur Medizinerin. Wegen ihrer formellen NS-Mitgliedschaften sollte ihr eine Entschädigungsleistung verwehrt bleiben.

Im Februar 2021 hat die Stadt Grevenbroich beschlossen, eine Straße nach Dr. Elfriede Cohnen zu benennen.

Referent: Ulrich Herlitz

Details

Datum:
September 16
Zeit:
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort

Museum Villa Erckens
Am Stadtpark
Grevenbroich, NRW 41515
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