Liesel Katz und ihre Eltern

– eine jüdische Geschichte von Emigration und mißglückten Fluchten –
 
Der Lockdwon im Kulturbereich trifft auch uns, zum einen mit unserem Vortrags- und Ausstellungprogramm im Museum in der Villa Erckens, aber auch mit unseren öffentlich noch geplanten Veranstaltungen im öffentlichen Raum. Dies gilt zunächst für den Monat November und wir müssen weiter sehen, was Pandemiebekämpfung und Gesundheitsschutz eventuell noch von uns allen abverelangen.
 
Gleichwohl wollen wir versuchen, auch neue Präsentationsformen im Geschichtsverein anzubieten. Am Sonntag, den 8. November 2020, haben eine Online-Präsentation zu Liesel Katz vorgestellt. 
 
 
Die Grevenbroicherin Lieselotte Katz war mit ihren Eltern auf der Orkenerstraße 92 im Grevenbroicher Bahnhofsviertel heimisch war.
 
Lieselotte Katz hat als 16-jähriges Mädchen im Januar 1933 ein Tagebuch geschenkt bekommen, dass noch erhalten ist. Sie floh ebenso wie ihr Bruder 1937/38 aus Grevenbroich, sie nach Palästina, er nach Südafrika. In Palästina trat sie den weiblichen Hilfskräfte der britischen Airforce bei, um ihren späteren Mann Helmut Katz aus Köln, der mit ihrem Bruder auf dem selben Schiff nach Südafrika kam, als Militärangehörige heiraten zu können.
 
Sie lebten nach der Heirat in Südafrika, wo die beiden Töchter Joan und Mari geboren wurden.
 
Joan & Mari leben heute in England und werden die Geschichte ihrer Mutter vorstellen. Mit vielen Bildern, Dokumenten und Zitaten aus dem Tagebuch ihrer Mutter. Die Tagebuchauszüge sind vond er Schauspielerin Katja Heinrich eingesprochen worden. Joan & Mari´s Großeltern Alex und Elfriede Katz flohen illegal nach Belgien und dann nach Frankreich, wurden jedoch interniert und über Drancy im September 1942 via Drancy nach Auschwitz deportiert und wurden dort ermordet.
 
Joan & Mari haben sich viel Mühe mit der Präsentation gemacht und – wenn Corona es zuläßt – wollen Sie im nächsten Jahr zu einer Gedenk- und Begegnungswoche nach Grevenbroich kommen.
 
Joan ist darüber hinaus Künstlerin und setzt sich mit ihrer Familiengeschichte, aber auch dem Thema Flucht künsterlisch auseinander.
 
Eventuell planen wir im kommenden Jahr im November 2021 auch einen Kunst-Workshop mit Joan zum Thema.
 
Sie sehen, eine sehr interessante Biographie und eine sicher lohnende virtuelle Veranstaltun, die wir demnächst auch dauerhaft online stellen. 
 
Ein Dank gilt der Initiative “Demokratie leben!” im Rhein-Kreis Neuss, die die Erstellung der Multimediapräsentation unterstützt!
 
Bleiben wir alle gesund…
…und auch geschichtsbewusst!
 
 

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