Online Gespräch – Max Wallfraf (Landrat 1933-1945)

Landrat Max Wallraf war in der NS-Zeit von 1933-1945 Landrat des Kreises Grevenbroich-Neuss.

Landrat Max Wallraf, der Sohn des gleichnamigen Oberbürgermeisters der Stadt Köln (1907 – 1917), stand vom Frühjahr 1933 bis zum Ende des „Dritten Reichs“ an der Spitze der Kreisverwaltung des Kreises Grevenbroich-Neuss.

In seine Amtszeit fallen zentrale Ereignisse und Entwicklungen der national-sozialistischen Herrschaft wie die Gleichschaltung des kommunalen Sektors, die Zwangssterilisationen auf Basis des Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses vom 14. Juli 1933 oder die Entrechtung und Verfolgung der Menschen jüdischen Glaubens.

Als eine der ersten Amtshandlung vollzog Landrat Max Wallraf den Wunsch der nationalsozialistischen Kreistagsfraktion, das in katholischer Trägerschaft befindliche, 1925 gegründete Kindererholungsheim des Kreises in eine NS-Gauführerschule zu überführen.
Dies, obwohl der Kreistag nur einen Prüfauftrag zur Üebrführung in Auftrag gegeben hatte, doch die faktischen Machtverhältnisse führten dazu, dass der Vertrag mit dem bisherigen konfessionellen Träger noch vor einem entsprechenden Beschluss des Kreisausschuses aufgekündigt und die Gauführerschule eingerichtet wurde…
Ulrich Herlitz, Vorsitzender des Geschichtsvereins Grevenbroich, ist  Verfasser zahlreicher Veröffentlichungen zur Geschichte des Nationalsozialismus im hiesigen Raum. Im Rahmen der vom Archiv herausgegebenen Publikation Kreisgeschichte im Spiegel der Biografie. Die Landräte und Oberkreisdirektoren des Rhein-Kreises Neuss und seiner Rechtsvorgänger von 1816 bis zur Gegenwart hat er Leben und Wirken Max Wallrafs ausführlich beschrieben. Im Gespräch mit Archivleiter Dr. Stephen Schröder wird er über seine Forschungen berichten.
Die Veranstaltung findet als Zoom-Meeting im Rahmen der Reihe “Geschichte im Gewölbekeller” statt.
Annmeldungen bitte bis zum 17. Mai per Email an:
Kreisarchiv@rhein-kreis-neuss.de
oder Telefon (02133 530210).
Die Einwahldaten zum Zoom-Meeting wird Ihnen das Archiv rechtzeitig
zukommen lassen.
Der Meetingraum ist ab ca. 18.45 Uhr geöffnet.

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