Workshop Internet bzw. social media Auftritt Geschichtsverein

Interessierte Geschichtsvereinsmitglieder, aber auch interessierte Bürger/innen sind eingeladen, sich zu beteiligen. Es wird eine kleine Einführung in die auf Word-Press basierte Internetpräsentation sowie den Facebook-Auftritt und die Möglichkeit gegeben, sich als Redakteur in deren Gestaltung aktiv einzubringen.

Referent: Ulrich Herlitz // Stadtbücherei 11.00-13.00 Uhr
Anmeldungen erwünscht anmeldung. programm2020@gmail.com.

www.geschichtsverein-grevenbroich.de
www.facebook.com/GeschichtsvereinGrevenbroich

Buchvorstellung Kreisgeschichte im Spiegel der Biographie

30 biografische Porträts der Landräte und Oberkreisdirektoren vom Kreis Grevenbroich und seiner Rechtsnachfolger bis zum heutigen Rhein-Kreises Neuss seit Einrichtung preußischer Kreise in der Provinz Rheinland 1816.

Im Rahmen dreier Gesprächsrunden, die dem Kreis Grevenbroich (1816 – 1929), dem Kreis Neuss (1816 – 1929) und dem vereinigten Kreisgebiet (seit 1929) gewidmet sind, diskutieren die Autoren und Autorinnen über grundlegende Entwicklungen der Kreisgeschichte, das Spitzenamt der Kreisverwaltung sowie über ausgewählte Persönlichkeiten an der Kreisspitze. Umrandet werden die Diskussionen durch musikalische Beiträge, zum Abschluss gemütliches Beisammensein samt Imbiss und Getränken. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Eine Anmeldung wird erbeten unter Tel.: 02133 530210 oder Email: kreisarchiv@rhein-kreis-neuss.de.

Veranstaltungsort: Kreiskulturzentrum Zons, Schloßstr. 1, , 19.00 Uhr

Leitung: Kreisarchivar Dr. Stephen Schröder

Arbeitskreis Familienforschung in 2020

Neben unseren Sprechstunden des Arbeitskreises Familienforschung jeweils am ersten Donnerstag eines Monats von 10.00-14.00 Uhr auf der Stadtparkinsel (Stadtbücherei-Archiv) bietet der Arbeitskreis für interessierte Familiengenealogen auch regelmäßig eine offene Gesprächsrunde an. Treffpunkt ist jeweils am ersten Mittwoch eines Monats ab 19.00 Uhr auf der Stadtparkinsel. Die Treffen fangen um 19.00 Uhr an und dauern ca. 1,5 Stunden.

Die Termine der offenen Gesprächsrunden sind jeweils Mittwoch:
5. Februar // 4. März // 1. April // 6. Mai // 3. Juni // 1. Juli // 5. August // 2. September // 7. Oktober // 4. November // 2. Dezember. Interessierte sind herzlich willkommen!

Die Termine der familiengeschichtlichen Sprechstunden sind jeweils Donnerstag:
6. Februar // 5. März // 2. April // 7. Mai // 4 Juni // 2. Juli // 6. August //
3. September // 1. Oktober // 5. November // 3. Dezember
. Schauen Sie gerne einmal vorbei!

Von Pröpper – erster Landrat im Kreis Grevenbroich

Paul Joseph von Pröpper (1765 – 1848) war der erste Landrat des Kreises Grevenbroich. Vorgestellt wird er am Donnerstag, 12. Dezember 2019, im Museum Villa Erckens im Stadtparkt von Kreisarchivar Dr. Stephen Schröder.

Am 24. April 1816 hatte die königlich preußische Regierung zu Düsseldorf die Einteilung ihres Bezirks in Landkreise verkündet und bestimmte Grevenbroich zum Kreissitz sowie den Freiherrn von Pröpper zum ersten Landrat des neu geschaffenen Kreises. Seinen Amtseid legte er am 15. Juni 1816 ab.

Zuerst mietete er zwei Zimmer im Obergeschoss des als Fabrik genutzten ehemaligen Klosters an, doch musste er die Räume bald verlassen. Bei der Bezirksregierung erreichte er dann, nachdem er in Grevenbroich keine anderen Räume gefunden hatte, seinen Wohnsitz nach Schloss Hülchrath und das Büro nach Wevelinghoven verlegen zu dürfen, dem entsprochen wurde. Das landrätliche Büro eröffnete am ersten Weihnachtstag 1816 in einem Haus in der Feldstraße (Wevelinghoven), der heutigen Poststraße.
(https://de.m.wikipedia.org/wiki/Paul_Joseph_von_Pröpper)

(Foto Amtsblatt des Regierunsbezirk Düsseldorf 1816, S. 14 – Bildung der Kreise betreffend)

Luftschutzanlagen in Grevenbroich und Umgebung : Neuer Verein erforscht die alten Bunker

 

NGZ 11. März 2019 – Thomas Wolff

Stefan Rosellen hat mit Gleichgesinnten einen Verein gegründet, der sich mit der Historie der Luftschutzanlagen im Kreisgebiet beschäftigt. Vor den Grevenbroicher Geschichtsfreunden gab er jetzt einen Einblick in seine Recherchen.

Stefan Rosellen zitierte hier aus der Schulchronik des Elfgener Hauptlehrers Matthias Braß. Der zeitgenössische Chronist hat die Schrecken des Bombenkrieges für die Elfgener in seinen Aufzeichnungen, die im Stadtarchiv gesichert sind, beschrieben. Auch ausgebaute Erdstollen boten der Bevölkerung damals vielerorts Schutz. Braß hielt fest: „15. August 1943. Der Luftschutzstollen, den Herr Konrad Schmitz in den Berg zwischen Neuenhof und Kirche gebaut hat, ist fertig. Über 100 Personen, das ganze Kirchenende und die ,Hött’, finden drin Platz. Auch über meine eigene Familie kann ich beruhigt sein: Neun Meter Deckung, zwei Mal eiserne Türen, Entlüftung, Licht, Drahtfunk, gute Sitzgelegenheit. Der Tatkraft und Klugheit des Erbauers stellt er ein gutes Zeugnis aus. Alle Nachbarn sind ihm dankbar.“

Insgesamt forderte der Luftkrieg als direkte Folge des von Hitler entfesselten Weltkrieges mehr als 600.000 Tote in Deutschland. Doch die Schutzmaßnahmen galten im Sinne der NS-Ideologie nur für Deutsche und auch hier forderte der Rassenwahn Opfer: Zwangsarbeiter aus Osteuropa, Kriegsgefangene oder Juden wurde der Schutz verwehrt. Wie Ulrich Herlitz, Vorsitzender des Geschichtsvereins und Leiter des Arbeitskreises Judentum in der anschließenden Diskussion betonte, wurde der Grevenbroicherin Johanna Rings der Zugang zum Luftschutzraum verweigert, nur weil sie Jüdin war.

Viele Archive hat Rosellen aufgesucht und unzähligen persönlichen Kontakten und Hinweisen ist er gefolgt, um der Geschichte der Bauwerke auf die Spur zu kommen. Gemeinsam mit Interessierten gründete er im Januar den Verein „Luftschutzanlagen im Rhein-Kreis-Neuss“, der es sich zum Ziel gesetzt hat, die 200 bis 300 Anlagen im Kreisgebiet zu dokumentieren. Luftschutzbauten wie der Rundbunker des Typs „Moerser Topf“ oder Anlagen wie am Flutgraben (Modell Rheinhausen) werden von den Forschern erkundet, beschrieben und zum Teil unter schwierigen Bedingungen besichtigt. Viele Bauten liegen mehrere Meter unter der Oberfläche und sind nur durch enge und baufällige Schächte zu betreten.

Arbeitskreis Familienforscher

 

 

Neben unseren Sprechstunden des Arbeitskreises Familienforschung jeweils am ersten Donnerstag eines Monats von 10.00-14.00 Uhr auf der Stadtparkinsel(Stadtbücherei-Archiv) bietet der Arbeitskreis für interessierte Familiengenealogen auch regelmäßig eine offene Gesprächsrunde an. Treffpunkt ist jeweils am ersten Mittwoch eines Monats ab 19.00 Uhr auf der Stadtparkinsel. Die Treffen fangen um 19.00 Uhr an und dauern ca. 1,5 Stunden.

Die Termine sind am 8. Mai, 5. Juni, 3. juli, 7. August, 4. September, 2. Oktober und am 6. November. Interessierte sind herzlich willkommen!

       

 

Ahnenforschung dank „Genius“ leichter – NGZ berichtet!

Es war eine gehörige Portion Arbeit. Doch die hat sich gelohnt. Denn das Ergebnis erleichtert nun denjenigen erheblich die Recherche, die mehr über ihre eigene Herkunft wissen wollen. Die Mitglieder des Arbeitskreises Familienforschung im Geschichtsverein haben soeben eine Datenbank erstellt, in der etwa 700.000 Geburten, Hochzeiten und Sterbefälle aus Grevenbroich und Umgebung verzeichnet sind. Mit Hilfe des Computer-Programms „Genius“ lassen sich die Ahnen nun quasi googeln. Heute Bericht von Wiljo Piel in der NGZ hier zu lesen…

Ein ganz herzliches DANKE an unser ehrenamtliches Team der Familiengenealogen um Heinz Otto Schnier, Heinz-Dieter Warten und Stefan Faßbender!

NGZ-Foto: Andreas Woitschützke

Erinnerungen an Oberpfarrer Heinrich Scholl – volle Villa beim Vortrag von Dieter Schlangen

Die Villa Erckens war voll besetzt, als Dieter Schlangen Leben und Wirken des Elsener Oberpfarrers Heinrich Scholl vorstellte. 1934 in Köln geboren, stand seine Berufung, Geistlicher zu werden, schon früh fest. 1963-1974 war er Kaplan in Langenfeld-Richrath und in Düsseldorf-Bilk. und Von 1974-2007 prägte er das Leben als Geistlicher in der Nachfolge von Oberpfarrer Konrad Thomas (und Theo Hutmacher)  in und um die Pfarre St. Stephanus in Elsen, später dann auch in der Pfarreiengemeinschaft mit St. Georg in Elfgen und St. Mariä Geburt in Noithausen.

Dieter Schlangen gelang es, biographische Daten von Heinrich Scholl mit seiner priesterlichen Vita, aber vor allem auch vielen Bildern von unzähligen Gottesdiensten, Begegnungen, (Pilger-)Reisen und Terminen im Elsener Gemeindeleben zu bereichern. Auch seine menschliche, oftmals unbekannte fröhliche und ungezwungene Art von “Scholli” – sei es auf Pilgerreisen, als Sitzungspräsident im Karneval oder in persönlichen Begegnungen – wurde an diesem Abend wieder lebendig. Nicht zu vergessen sein Engagement mit dem Brasilienkreis der Pfarre St. Stephanus zugunsten der Partnergemeinde in Alto Alegre do Pindaré. Und sein Einsatz als Familiare des Deutschen Ordens, der Pfarre und Geschichte Elsens als einstmalige freie Ordensherrschaft Elsen bis heute – zum Beispiel durch die Deutschordens-Jugend- und Familienhilfe – prägt.

Seinen Ruhestand verbrachte Heinrich Scholl auf dem Bonner Aegidienberg bei den Franziskanerinnen vom heiligen Josef, die sowohl in Grevenbroich als auch in Aegidienberg ein Kinderheim betrieben und heute noch in Bonn Träger des Altenheims Haus Franziskus sind.

Zusammengefasst brachte Dieter Schlangen das Wirken von Oberpfarrer prägnant auf den Punkt: Ein Leben für die Caritas – die Nächstenliebe. Dies nahm Geschichtsvereinsvorsitzender Ulrich Herlitz auf und erinnerte an den Kirchenvers: “ubi caritas et Amor, ibi deus est” – da wo die Nächstenliebe sei, da spüre man die Anwesenheit Gottes. Das sei bei Oberpfarrer Heinrich Scholl der Fall gewesen…

2013 konnte Heinrich Scholl noch sein Goldenes Priesterjubiläum feiern und noch eine Woche vor seinem Tod pilgerte er nach Kevelaer und feierte dort gemeinsam mit Elsener Pilgern die Heilige Messe, bevor er mit 82 Jahren am 4. November 2016 infolge eines Treppensturzes in seinem Altersruhesitz auf dem Bonner Ägidienberg verstarb.

Im November 2017 hat Dieter Schlangen ein von der Pfarrgemeinde St. Stephanus herausgegebenes Büchlein zu Oberpfarrer Heinrich Scholl veröffentlicht. Lesen lohnt sich – das Buch ist über Dieter Schlangen oder die Pfarrgemeinde zu beziehen!

Weiter Infos zur Pfarre Elsen in einem Stattblatt-Artikel von Dieter Schlangen gibt es auch  hier…

 

Weltkindertag – verfolgte Kinder in der NS-Zeit

Heute ist Weltkindertag. Wir sollten nicht vergessen, dass es auch in Deutschland Zeiten gab, in denen Kinder verfolgt wurden. Insbesondere während der NS-Zeit wurden Kinder jüdischen Glaubens gedemütigt, verfolgt und entrechtet. Nach dem Novemberprogrom der “Reichskristallnacht” des 9.11.1938 wurde ihnen der Zugang zu öffentlichen Schulen verwehrt. So auch Jenny Sachs aus Hemmerden, die der Hemmerdener Volksschule verwiesen wurde und fortan eine der wenigen jüdische Schulen – und zwar in Köln, später in Düsseldorf – besuchen musste. Eine Ausbildung konnte sie nicht mehr beginnen, denn sie wurde im Dezember 1941 in das Ghetto von Riga verbracht.
Letztlich wurden jüdischen Kindern das Recht auf Leben abgesprochen. Zur Erinnerung daran gibt es auf dem jüdischen Friedhof Wevelinghoven ein 2011 ein Denkmal für die ermordeten Kinder des Holocaust aus dem heutigen Stadtgebiet Grevenbroichs…

www.judentum-grevenbroich.de
www.stolpersteine-grevenbroich.de